150 PS. 184 km/h Höchstgeschwindigkeit. Ich
starre etwas ungläubig auf das Datenblatt. Kollege
Droll mutmaßt etwas über „eine mobile
Doppelhaushälfte mit hohem Luftwiderstand“ und überlässt
mir großzügig den Testwagen. „Alles.
Nur nicht zahm.“ – wie soll das Herstellermotto
aufgehen? Ein Blick .. und es geht auf. Mit seiner
massigen Motorhaube, dem fadenkreuzdurchzogenen XXL-Kühlergrill
und den ausladenden Kotflügeln wirkt der Dodge
inmitten seiner Golf- und Peugeot-Konkurrenz wie ein
Piranha in einem Zierfischteich. Der Motor verhält
sich indes so, wie einst der Muskel vom Loddar Mathäus:
Er macht zu. Konsequent. Außer vielleicht beim
Freien Fall wird der Caliber immer diesseits der 200er
Marke unterwegs sein, auf der Autobahn ein eher demütigendes
Gefühl, wenn hinten im Rückspiegel ein Sprinter
heranjagt und mit Lichthupe Platz begehrt – ein
Mercedes Sprinter aus der Abt. Lieferwagen wohlgemerkt.
Heißt das nun, der Dodge ist von einem Kaliber,
das keinen Spaß macht? Mitnichten. Ihn durch
die Stadt zu jagen oder über enge Landstraßen
ist großer Spaß. Kraftvoll ist sein Antritt,
begleitet von einem bulligen Schnauben zeigt das Tier
eher auf kurzen Strecken, was wirklich in ihm steckt:
Viel Kraft für wenig Geld. Denn nur beim Preis
mochten die Dodge-Macher ihren Caliber bändigen.
Der Basis-Widder kommt schon für zahme 14.990
Euro aus dem Knick.
Daten: Dodge Caliber SXT 2.0 CRD
Hubraum: 1.968 ccm
Getriebe: 6-Gang Schaltung
Leistung: 140 PS
Null auf 100: 9.3 sec
Topspeed: 196 km/h
Preis: ab 19.790 Euro
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