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Dodge Caliber S 1.8 – Alles. Nur nicht lahm? (Maxim 10/06)
Der Caliber soll die Marke Dodge auch bei uns populär machen. Wir sind den Newcomer schon einmal Probe gefahren.
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150 PS. 184 km/h Höchstgeschwindigkeit. Ich starre etwas ungläubig auf das Datenblatt. Kollege Droll mutmaßt etwas über „eine mobile Doppelhaushälfte mit hohem Luftwiderstand“ und überlässt mir großzügig den Testwagen. „Alles. Nur nicht zahm.“ – wie soll das Herstellermotto aufgehen? Ein Blick .. und es geht auf. Mit seiner massigen Motorhaube, dem fadenkreuzdurchzogenen XXL-Kühlergrill und den ausladenden Kotflügeln wirkt der Dodge inmitten seiner Golf- und Peugeot-Konkurrenz wie ein Piranha in einem Zierfischteich. Der Motor verhält sich indes so, wie einst der Muskel vom Loddar Mathäus: Er macht zu. Konsequent. Außer vielleicht beim Freien Fall wird der Caliber immer diesseits der 200er Marke unterwegs sein, auf der Autobahn ein eher demütigendes Gefühl, wenn hinten im Rückspiegel ein Sprinter heranjagt und mit Lichthupe Platz begehrt – ein Mercedes Sprinter aus der Abt. Lieferwagen wohlgemerkt. Heißt das nun, der Dodge ist von einem Kaliber, das keinen Spaß macht? Mitnichten. Ihn durch die Stadt zu jagen oder über enge Landstraßen ist großer Spaß. Kraftvoll ist sein Antritt, begleitet von einem bulligen Schnauben zeigt das Tier eher auf kurzen Strecken, was wirklich in ihm steckt: Viel Kraft für wenig Geld. Denn nur beim Preis mochten die Dodge-Macher ihren Caliber bändigen. Der Basis-Widder kommt schon für zahme 14.990 Euro aus dem Knick.
 
Daten: Dodge Caliber SXT 2.0 CRD
Hubraum: 1.968 ccm
Getriebe: 6-Gang Schaltung
Leistung: 140 PS
Null auf 100: 9.3 sec
Topspeed: 196 km/h
Preis: ab 19.790 Euro