Max starb. Am
1. Dezember 2006 segnete Max das Zeitliche. Max war ein Schwein. Ein Hängebauchschwein
und ein berühmtes noch dazu, denn sein Hirte war
George Clooney. Anders als Max, der im amtlichen Rentenalter
für Paarhufer von uns ging, ist mit einem baldigen
Ableben von George nicht zu rechnen. Leider.
Schwein. Darauf scheint es anzukommen, das machte er
einmal ganz unmissverständlich in einem Interview
deutlich. „Völlig gleichgültig, wie
viel Talent oder Ehrgeiz du hast, du brauchst eine
große Portion Glück.“ Und während
er das sagt, wölbt sich die Stirn leicht in Falten,
heben sich die Augenbrauen und ein spöttisches
Grinsen macht sich breit ... und man merkt, der Mann
kokettiert mit der eigenen Legendenbildung. Oder der
eigenen Verstörtheit? Fakt ist: Das Schwein gerät
zur Heimsuchung, das Schwein muss weg. Die Menschen
gehen für tibetanische Mönche auf die Straße,
wer aber protestiert gegen eine grassierende Landplage
namens George Clooney?
Reicht es nicht, dass er sich durch schale Streifen
wie Oceans 11 - 13 oder The Good German irrlichterte
- über seinen Auftritt im nippelbetonten Batman-Cape
legen wir sowieso besser den Mantel des Schweigens!
Nein, bei ihm ist es mit der Schauspielerei nicht getan,
er muss sich auch noch als Drehbuchschreiber, Regisseur
und Produzent ins Rampenlicht stellen. Der Clooney-Klon.
Versucht er es demnächst mit Kostüm und Maske?
Oder gar mit Catering? Erfahrung bringt er ja aus der
Werbung mit. Dort hantiert er mit Kaffeemaschine, Zeitmesser
und Alkoholika und verhilft ihnen zu flächendeckender
Popularität. Mal nippt der schmierige Womanizer
an einer Espressotasse (Nespresso), dann schaut er
verklärt auf eine Armbanduhr (Omega) oder greift
Partei für ein Mixgetränk (Martini), die
Plakatierung des graumelierten Schädels im Dialog
mit selbstprogrammiertem Dauergrinsen ist allgegenwärtig.
Clooney, die Sellebrity. Dabei ist gerade sein Engagement
für die Espressomaschine mit den Kapseln doch
eher fragwürdig, hat der Mime mit dem selbstpostulierten ökologischen
Bewusstsein schon einmal darüber nachgedacht,
dass mit jeder Tasse, die er in seinen Patschehändchen
hält, eine aluminiumähnliche Kapsel in den
Abfalleimer wandert? Einmal auf seine Liasion mit Nestlé angesprochen,
entgegnete der Multimillionär trocken, auch ein
Schauspieler müsse sein Geld verdienen, es „gibt
nicht nur das Kino“. Sorry George, für so
ein Statement gibt es keinen Oscar, sondern eine Eselsmütze.
Genauso penetrant, wie er sich anscheinend vor jeden
Werbekarren spannen läßt, ist seine Medienpäsens.
Mal schwingt sich King George zum Gutmenschen von Dafur
auf – die Regenbogenpresse kürt das Cary
Grant-Abziehbild daraufhin sinnentleert zum sexiest
Friedensbotschafter alive. Mal macht er Wahlkampf für
Barack Obama. Und mal fällt er einfach nur vom
Motorrad runter und die Titelbilder rauf, „alle
Magazine bis auf "National Geographic"",
spottete bissig die Los Angeles Times hievten den Mann
schon aufs Cover. Und ein Tag nichts von George Clooney
Frauengeschichten berichtet zu bekommen, das wäre
so, als würde Brittney Spears an einem Fettnäpfchen
vorbei treten.
Überhaupt die Frauen. Vielleicht könnte sich
der selbsternannte Jungeselle auf Lebenszeit nun doch
endlich einmal dazu durchringen, eine seiner vielen
Gespiellinnen zu ehelichen, dann würde auch endlich
diese nicht enden wollende George-Hysterie in meinem
weiblichen Bekanntenkreis abebben. George hier, George
da, wieviele Frauen wohl beim Beischlaf davon träumen,
nicht von ihrem aktuellen Beschäler hart rangenommen
zu werden, sondern von dem ehemaligen Serienarzt Dr.
Ross? Da wird das heimische Schlafzimmer endgültig
zur ER.
Das ganze Leben ist ein Filmset. Wie sonst erklären
sich Clooneys abgehalferte Rat Pack Allüren. Er
als eine Art tiefergelegter Frank Sinatra mit Brad
Pitt & Co im Schlepptau, so ziehen die Herren von
einem Filmfestival zum nächsten. Sinatra selbst
dürfte sich im Grab umdrehen, es gibt nur EIN
Rat Pack, Ol´Blue Eyes und seine Jungs. George,
go home! Besser noch, warum outest du dich nicht endlich?
Unter dem Suchbegriff „George Clooney is gay“ spuckt
Google immerhin über 3000 Seiten aus. Schon ein
Trend, oder?
|