"Hau den George!" (Penthouse 06/08)
Clooney über Hollywood. Clooney auf Plakatwänden. Clooney der UN-Botschafter. clooney u¨berall. solange
es typen wie ihn gibt, kriegt man bei 99% aller Frauen keine Schnitte … der Mann nervt!

 

Max starb. Am 1. Dezember 2006 segnete Max das Zeitliche. Max war ein Schwein. Ein Hängebauchschwein und ein berühmtes noch dazu, denn sein Hirte war George Clooney. Anders als Max, der im amtlichen Rentenalter für Paarhufer von uns ging, ist mit einem baldigen Ableben von George nicht zu rechnen. Leider.

Schwein. Darauf scheint es anzukommen, das machte er einmal ganz unmissverständlich in einem Interview deutlich. „Völlig gleichgültig, wie viel Talent oder Ehrgeiz du hast, du brauchst eine große Portion Glück.“ Und während er das sagt, wölbt sich die Stirn leicht in Falten, heben sich die Augenbrauen und ein spöttisches Grinsen macht sich breit ... und man merkt, der Mann kokettiert mit der eigenen Legendenbildung. Oder der eigenen Verstörtheit? Fakt ist: Das Schwein gerät zur Heimsuchung, das Schwein muss weg. Die Menschen gehen für tibetanische Mönche auf die Straße, wer aber protestiert gegen eine grassierende Landplage namens George Clooney?

Reicht es nicht, dass er sich durch schale Streifen wie Oceans 11 - 13 oder The Good German irrlichterte - über seinen Auftritt im nippelbetonten Batman-Cape legen wir sowieso besser den Mantel des Schweigens! Nein, bei ihm ist es mit der Schauspielerei nicht getan, er muss sich auch noch als Drehbuchschreiber, Regisseur und Produzent ins Rampenlicht stellen. Der Clooney-Klon. Versucht er es demnächst mit Kostüm und Maske? Oder gar mit Catering? Erfahrung bringt er ja aus der Werbung mit. Dort hantiert er mit Kaffeemaschine, Zeitmesser und Alkoholika und verhilft ihnen zu flächendeckender Popularität. Mal nippt der schmierige Womanizer an einer Espressotasse (Nespresso), dann schaut er verklärt auf eine Armbanduhr (Omega) oder greift Partei für ein Mixgetränk (Martini), die Plakatierung des graumelierten Schädels im Dialog mit selbstprogrammiertem Dauergrinsen ist allgegenwärtig. Clooney, die Sellebrity. Dabei ist gerade sein Engagement für die Espressomaschine mit den Kapseln doch eher fragwürdig, hat der Mime mit dem selbstpostulierten ökologischen Bewusstsein schon einmal darüber nachgedacht, dass mit jeder Tasse, die er in seinen Patschehändchen hält, eine aluminiumähnliche Kapsel in den Abfalleimer wandert? Einmal auf seine Liasion mit Nestlé angesprochen, entgegnete der Multimillionär trocken, auch ein Schauspieler müsse sein Geld verdienen, es „gibt nicht nur das Kino“. Sorry George, für so ein Statement gibt es keinen Oscar, sondern eine Eselsmütze.

Genauso penetrant, wie er sich anscheinend vor jeden Werbekarren spannen läßt, ist seine Medienpäsens. Mal schwingt sich King George zum Gutmenschen von Dafur auf – die Regenbogenpresse kürt das Cary Grant-Abziehbild daraufhin sinnentleert zum sexiest Friedensbotschafter alive. Mal macht er Wahlkampf für Barack Obama. Und mal fällt er einfach nur vom Motorrad runter und die Titelbilder rauf, „alle Magazine bis auf "National Geographic"", spottete bissig die Los Angeles Times hievten den Mann schon aufs Cover. Und ein Tag nichts von George Clooney Frauengeschichten berichtet zu bekommen, das wäre so, als würde Brittney Spears an einem Fettnäpfchen vorbei treten.

Überhaupt die Frauen. Vielleicht könnte sich der selbsternannte Jungeselle auf Lebenszeit nun doch endlich einmal dazu durchringen, eine seiner vielen Gespiellinnen zu ehelichen, dann würde auch endlich diese nicht enden wollende George-Hysterie in meinem weiblichen Bekanntenkreis abebben. George hier, George da, wieviele Frauen wohl beim Beischlaf davon träumen, nicht von ihrem aktuellen Beschäler hart rangenommen zu werden, sondern von dem ehemaligen Serienarzt Dr. Ross? Da wird das heimische Schlafzimmer endgültig zur ER.

Das ganze Leben ist ein Filmset. Wie sonst erklären sich Clooneys abgehalferte Rat Pack Allüren. Er als eine Art tiefergelegter Frank Sinatra mit Brad Pitt & Co im Schlepptau, so ziehen die Herren von einem Filmfestival zum nächsten. Sinatra selbst dürfte sich im Grab umdrehen, es gibt nur EIN Rat Pack, Ol´Blue Eyes und seine Jungs. George, go home! Besser noch, warum outest du dich nicht endlich? Unter dem Suchbegriff „George Clooney is gay“ spuckt Google immerhin über 3000 Seiten aus. Schon ein Trend, oder?