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“Drogenexzesse? Das war doch nur Tarnung. Ich war Alkoholiker.” (Maxim 06/06)
Dennis Hopper hat die härteste Biografie Hollywoods hingelegt. Es grenzt an ein Wunder, dass wir ihm zum 70. Geburtstag gratulieren können.
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Ein Mann hat Geburtstag, ein Mann wird 70. Das werden viele, also eigentlich kein Grund zum Feiern. Dieser Mann jedoch, er ist Schauspieler, Regisseur, Maler, Fotograf, Kunstsammler, Werbeikone und Vater, hat sich seinen/unseren Glückwunsch redlich verdient. Allemal für das, was er ist, noch mehr aber dafür, dass er überlebt hat, was er war – Drogenabhängiger, Alkoholiker, Größenwahnsinniger. Dennis Hopper hat mehr Leben als eine Katze. Dennis Hopper hat Jimmy Dean und Elvis Presley überdauert. Dennis Hoppers Leben? Eine Achterbahnfahrt ohne Bodenhaftung, eine radikale Tour de Force durch die Fettnäpfchen der Jahrzehnte, eine Biografie, die sogar in den Bergen, Tälern und (menschlichen) Abgründen Hollywoods ihresgleichen sucht.

Harmlos fing alles an. Oder vielleicht auch nicht. Der Gen Pool, aus dem der kleine Dennis in Dodge City im Bundesstaat Kansas am 17.3.1936 stieg, mag noch ein gewöhnliches Becken gewesen sein. Vielleicht aber war Berufswahl und Lebensstil der Eltern Wegbereiter für das erratische Auf- und Ab im Leben des Hoppers. Mutter Majorie: bibelfeste Fundamentalistin und Rot-Kreuz Schwester. Vater Jay: OSS Angehöriger (Office of Special Service, Amerikas damalige Antwort auf den MI 6) mit Einsätzen in Asien. Es hieß, er fiel im Krieg, Dennis war sechs. Als Dennis neun war, kehrte der Todgeglaubte nach Hause zurück. Dodge City ist nicht unbedingt ein Fleckchen Erde, auf dem es kulturell hoch hergeht. Schon gar nicht, wenn man seine Kindheit auf einer Farm fristen muss. Degustierte der pubertierende Bub deshalb den Inhalt von Benzinkanistern, damit die Welt wenigstens zeitweilig in anderen Farben leuchtete? Nach eigenem Bekunden trank er so viel Super, dass er anschließend den Pick Up Truck seines Großvaters mit einem Baseball Bat vermöbelte. Überhaupt war er ein helles Kerlchen: Als er ein Teleskop geschenkt bekam, blickte er so ausdauernd in die Sonne, dass es anschließend vier Tage dunkel wurde, Dennis glotzte sich kurzfristig blind.

Dass beide Eltern die Ausflüge ihres Sprösslings in die bildenden Künste mit den Worten, „das ist etwas für Faulenzer“ quittierten, schien diesen eher anzustacheln. Er verließ die Familie - man war inzwischen nach Kalifornien umgezogen - mit 16 und eroberte sich erste Meriten am Old Globe Theater in San Diego. Einige Shakespeare Interpretationen später, Hollywood wurde aufmerksam und Hopper bekam epileptische Anfälle. Allerdings nur vor der Kamera - in der erfolgreichen TV Serie „Medic“. Nach seinem TV Debüt 1953 trudelten von allen Seiten Angebote ein. Beim Projekt „Denn sie wissen nicht was sie tun ...“ griff Hopper zu. Wusste der damals schon ob des schnellen Erfolges ein wenig zur Selbstüberschätzung neigende Mime was er tat? An die anschließende Begegnung mit dem etwas älteren Kollegen erinnert er sich so. „Bevor ich James Dean traf, dachte ich, ich werde der größte Schauspieler, den die Welt je gesehen hatte“. Dean wurde nicht nur Freund, sondern Mentor, Vorbild, Idol, sein Tod stürzte ihn in tiefe Depression. Danach kannte er nur ein Ziel: Genauso radikal und exzessiv zu werden, wie Dean. Und mit hohem Zielerreichungsgrad rauschte er in die Arbeitslosigkeit. Er und Regie-Fossil Henry Hathaway gerieten aneinander, der alte Mann ließ den jungen Wilden eine Szene so oft wiederholen, bis der nach 85 Takes weinend zusammenbrach. Old Henry entließ ihn mit den wegweisenden Worten: „You will never work in this town again.“ Die nächsten Jahre hielt sich Hopper hauptsächlich mit Fotografie und billigen TV-Serien über Wasser, gleichzeitig begann er zu malen – sein Frühwerk endete allerdings unter Wasser, im Streit mit einer früheren Ehefrau ertrank die Staffelei unter einer laufenden Rasensprenganlage.

Das Hollywood Establishment wusste der Hopper gegen sich – Henry Fonda ließ sich einmal mit jenem einfühlsamen Satz zitieren: „ This is not off the record. Dennis Hopper is an idiot! Spell the name right: D-e-n-n-i-s H-o-p-p-e-r!“ – da nimmt es nicht Wunder, das der Rebell Zuflucht bei Gleichgesinnten suchte. 1969 schuf das querdenkende Dreigestirn Hopper, Peter Fonda (Sohn von Henry!) und Jack Nicholson Kino für die Ewigkeit. Easy Rider hieß das Machwerk, die Zelluloid-Bibel aller Road Movies. Am Set ging es hoch ... „high“ her, ein Regisseur (Hopper) im LSD Rausch, der in weiser Voraussicht im schmalen Budget von 400.000 Dollar immerhin ein Kilo Marijuana als Nachtisch fest verankern ließ. Die Crew war stets stehend stoned und selbst die Stars sieht man nie am falschen Joint nuckeln.

Easy Rider bekam Lob und Oscars, sein Macher ein Ego, das durch keine (Studio-) Tür mehr passte. Also bezog der ambitionierte Regisseur Quartier im Dschungel Perus, um dort einen Film mit dem prophetischen Namen „The last Movie“ zu inszenieren. Beziehungsweise, so berichten Augenzeugen, er kam über das Land wie die Pest. Er warf alles ein, was ging und drehte, wenn er nicht gerade dem Gruppensex frönte oder die anwesende Militärpolizei verdrosch, 40 Stunden Rohmaterial, die er dann komplett alkoholisiert zusammen schnitt. Was vom Schneidetisch übrig blieb, verschwand nach genau zwei Wochen aus den amerikanischen Kinos, seitdem geistert der Streifen „als apokryptisches Geniewerk durch die Filmgeschichte.“

Hopper verschwand für die nächsten zehn Jahre in einem Paralleluniversum, in dem, was Jimmy Hendrix so sinnfällig als „Purple Haze“ besang. Zwar legte er auch in den 70ern einige unvergessene Auftritte vor der Kamera hin, darunter die eines delirierenden Bildreporters in Cappolas „Apocalypse Now“ oder die des Kunstfälschers Ripley in Wenders „Der amerikanische Freund“. Doch der Mann, der nach eigenem Bekunden ohne zwei Liter Rum, 28 Bier und drei Gramm Koks nicht durch den Tag kam, war für die meisten Filmschaffenden persona-non-grata. Höhe- beziehungsweise Tiefpunkt der Hopperschen Auswüchse: Dreharbeiten im mexikanischen Cuernavaca. Dennis nackt auf der Flucht vor wilden Folter- und Mordfantasien und dem eigenen Hotelzimmer, er wird von der Polizei aufgelesen und mit dem nächsten Flug außer Landes gebracht. Nach L.A.. Und dort direkt mit Zwangsjacke ins Trockendock.

Die 80er sahen einen neuen Hopper. Er hörte den, wie es schien, endgültigen Weckruf tatsächlich. Sein Revival begann schon mit seiner nächsten Arbeit „Out of the blue“. Ursprünglich nur als Darsteller avisiert, riss er die Regie an sich und setzte eine aufwühlende Asozialenstory in Szene. Hollywood machte den Outlaw daraufhin wieder salonfähig, Drehbücher kamen ins Haus, oft allerdings solche, so Dennis, „mit denen würde Jack Nicholson bestenfalls den Kamin heizen.“ Eines allerdings muss auch von David Lynch dabei gewesen sein. „Blue Velvet“. Ein inhalierender Freak terrorisiert eine amerikanische Kleinstadt. Dennis Hopper spielte Frank Booth, denn ... Dennis Hopper IST Frank Booth. Sagte er jedenfalls selbst. Etwas später folgte dann „Hoosier“.
Aus dem Leben gegriffen? Hopper spielt einen alkoholkranken Basketball-Assistenztrainer, der im Film trockengelegt wird. Die anschließende Oscarnominierung für beste männliche Nebenrolle sollte seine einzige bleiben. Weitere Filme aufzuzählen ist eigentlich müßig, es sind über 100 und es kommen jedes Jahr neue hinzu.

Hoppers Hang, aktiv zur eigenen Legendenbildung beizutragen, macht auch vor der Werbung nicht halt. Im Gegenteil, schaut man sich an, vor welche Reklame(feld)züge der Mann sich spannen lässt, dann zieht man entweder den Hut vor so viel Selbstironie oder verzieht das Gesicht, angesichts dessen, was Dennis da alles mit sich anstellen lässt. In einem japanischen Werbespot lässt er in einer Badewanne Gummienten notwassern und referiert über die Vorzüge des Badeschaums. In einem Nike-Commercial versenkt er seinen Zinken in den Untiefen (getragener?) Sneakers, um für den Zuschauer zu erschnüffeln, welches Schweißfussaroma zu welchem Athleten gehört. Und in einer Ford Cougar Reklame braust er sogar dem eigenen Easy Rider Mythos davon; der Hippie-Hopper auf dem Chopper von einst zieht bei den Damen den Kürzeren, der neue Hopper im Auto macht das Rennen.

Im Leben hat Hopper auf jeden Fall das Rennen gemacht. Und es ist noch lange nicht zu Ende. Derzeit lebt das erstaunlich jugendlich wirkende Stehaufmännchen mit Sohn und fünfter Ehefrau in Venice Beach. Und räsoniert wahrscheinlich über seinen eigenen Worten darüber, was er als nächstes anstellen kann: »Erst war ich ein Bohemian, dann ein Beatnik, danach ein Hippie, später ein Punk, schließlich ein Yuppie. Ich habe alles einmal mitgemacht.«

08 Seine fünf
besten filme
1 Easy Rider
Zelluloid-Bibel aller Road Movies. Auf der Suche nach Amerika brettern zwei Hippies auf Harleys durchs Land
2 Apocalypse Now
Coppola setzt dem Wahnsinn Krieg einen ebenso wahnsinnigen Film entgegen. Dennis brilliert als Bildreporter im Wahn
3 Der amerikanische Freund
Autorenfilm meets American Actionkino, Wenders trifft Hopper und entlockt ihm eine Gala-Vorstellung als Kunstfälscher
4 Blue Velvet
Gut und Böse in einer U.S. Kleinstadt. Mittendrin und richtig böse: Hopper alias Frank Booth als inhalierender Freak.
5 Hoosier
Aus dem Leben gegriffen? Hoper spielt einen alkoholkranken Basketball-Assistenztrainer, der im Film trockengelegt wird

13 Hopper auf
Dem regiestuhl
1 Easy Rider (1969)
Hoppers Erstling : Kult-Status auf Lebenszeit, dazu eine Oscarnomierung - fürs beste Skript.
2 The last movie (1971)
Hoppers Debakel: Fast wurde der Name Programm. Der verschachtelte Experimentalfilm lag beim Verleiher wie Blei.
3 Out of the blue (1980)
Hoppers Revival: Ursprünglich nur als Darsteller avisiert, setzte er eine aufwühlende Asozialen-Story in Szene
4 Colors (1988)
Hoppers Realismus: Offener und schonungsloser wurde der Bandenkrieg in L.A. nie gezeigt
5 Hot Spot (1990)
Hoppers Hommage: Die Menage a trois in einem texanischen Kaff zollt dem Film Noir Tribut

18 das ende im
gelände
Höhe- beziehungsweise Tiefpunkt der Hopperschen Auswüchse: Dreharbeiten im mexikanischen Cuernavaca. Dennis nackt auf der Flucht vor wilden Folter- und Mordfantasien und dem eigenen Hotelzimmer, er wird von der Polizei aufgelesen und mit dem nächst möglichen Flug außer Landes gebracht. Noch bevor der Flieger abhebt entfleucht Hopper vor den halluzinierten Killern auf die Tragfläche des Jets. In Los Angeles warten dann für längere Zeit nur noch Zwangsjacke und Klinik.

19 “The russian
Suicide death
Chair”
In seinen Glanzzeiten hantierte Hopper nicht nur mit Drogen aller Art, sondern auch mit Dynamit. Stangenweise und mittendrin statt nur dabei. „Art on the edge - Kunst am Abgrund“ hieß bezeichnenderweise das Spektakel, das texanische Studenten als eine Art Hopper Retrospektive inszenierten. Der Meister selbst muss - drogenumnebelt - gedacht haben, dazu sollte man eigentlich tot sein. Sprach´s und setzte sich in den „Russischen Todesstuhl“. Kern der Idee: Das Innere eines Kranzes aus Sprengsätzen ist ein sicherer Raum, allerdings nur wenn alle Ladungen gleichzeitig zünden. Ob sich Hopper sicher war? Jedenfalls ging es gut und er anschließend auf Entzug.

20 Zitat:
» Erst war ich ein Bohemian, dann ein Beatnik, danach ein Hippie, später ein Punk, schließlich ein Yuppie. Ich habe alles einmal mitgemacht.«
Der wundersame Werdegang des Dennis H.

21 Hopper,
die Werbeikone
Hoppers Hang, aktiv zur eigenen Legendenbildung beizutragen, macht auch vor der Werbung nicht halt. Im Gegenteil, schaut man sich an, vor welche Reklame(feld)züge der Mann sich spannen lässt, dann zieht man entweder den Hut vor so viel Selbstironie oder verzieht das Gesicht, angesichts dessen, was Dennis da alles mit sich anstellen lässt. In einem japanischen Werbespot lässt er in einer Badewanne Gummienten notwassern und referiert über die Vorzüge des Badeschaums. In einem Nike-Commercial versenkt er seinen Zinken in den Untiefen (getragener?) Sneakers, um für den Zuschauer zu erschnüffeln, welches Schweißfussaroma zu welchem Athleten gehört. Und in einer Ford Cougar Reklame braust er sogar dem eigenen Easy Rider Mythos davon; der Hippie-Hopper auf dem Chopper von einst zieht bei den Damen den Kürzeren, der neue Hopper im Auto macht das Rennen.


22 Hoppers
deutsche filme
„ Man fühlt sich bei ihm als Schauspieler verstanden und miteinbezogen.“ So wird Hopper 1993 zitiert, auf die Frage, was er denn von Wim Wenders als Regisseur hält. Wie die Zeiten sich ändern. Was der feinsinnige Filmemacher 15 Jahre zuvor am Set von „Ein amerikanischer Freund“ von Dennis fast bezogen hätte, war eine Tracht Prügel. Das damalige Enfant Terrible gab sich gewohnt betrunken, verzögerte die Dreharbeiten und quittierte Wenders Ansagen mit den Worten, „Hau ab, oder du kriegst ein paar in die Fresse“. Für den Film „White Star“ fand Hopper erneut den Weg nach Berlin, diesmal hatte er den Alkohol gegen Koks getauscht und stand laut Aussagen seines Regisseurs Ronald Klick dermaßen unter Strom, dass er nur zwei Stunden pro Tag zu gebrauchen war, dann, als er „nicht ganz oben und nicht ganz unten war.“ 1999 folgte dann “Straight Shooter” – ohne Eskapaden.

brabbeln

23 Am Set von
Apokalypse now
Schauplatz Philippinen 1977. Die Rahmenbedingungen: Ein Drehort, vom Winde verweht (ein Taifun zerlegt den Set), ein Schauspieler über alle Massen dick (Marlon Brando), ein Schauspieler kurz vor dem Herztod (Martin Sheen) und ein Regisseur dementsprechend kurz vor dem Ende (Francis Ford Coppola). Genau das richtige Umfeld, in dem seinerzeit ein Hopper - damalige Tagesration: zwei Liter Rum, ein Kasten Bier - sein Unwesen treiben konnte? In dem begleitenden Dokumentarfilm, gedreht von Coppolas Frau, sieht man einen delirierenden Dennis, der sich anscheinend ein wenig zu intensiv mit der Rolle eines drogenfröhlichen Bildreporters auseinander gesetzt hatte. Dabei wollte es ihm dann nicht mehr gelingen, Teile des Drehbuchs in dechiffrierbarer Dialogform wiederzugeben, er brabbelte unzusammenhängende Improvisationen daher „Der Film erzählt nur die halbe Wahrheit“, so Hopper Jahre später. Die (angebliche) Realität? Coppola war bis unter die Hutschnur zugekifft und erzählte wirres, surreales Zeug. Brando benahm sich wie eine offene Hose und bewarf ihn in den Drehpausen ständig mit Bananen. Obstbefall oder nicht, Coppola jedenfalls warf Hopper fast aus dem Film, die meisten seiner Szenen (ver)endeten am Schneidetisch.

24 Zitat:
» Und wenn ich falle, dann falle ich eben. Macht euch keine Sorgen, fallen kann ich.«
Dennis Hopper bei den Dreharbeiten zu “Ein amerikanischer Freund”

25 Ein Easy
Rider ohne
Lappen
Was wenige wissen: Dennis Hopper ist weder ein besonders guter, noch ein begeisterter Motorradfahrer. Sagt der Mann selbst. In den 50er Jahren blieben er und Kollege Steve McQueen mit ihrer Vespa an der Beifahrertür eines Autos hängen, die sich just im falschen Moment öffnete. Kurz vor Drehbeginn zu „Easy Rider“ fiel Dennis samt Sozius aus dem Harley Sattel und brach sich den Knöchel. Danach fand Motorradfahren hauptsächlich vor der Kamera statt, vielleicht fiel ihm deshalb auch nicht auf, dass er nie mit echtem Motorradführerschein unterwegs war.

26 Das Haus
der Hoppers
Wohin mit den ganzen Bildern, dachte sich der Hopper und kaufte in den späten 80er Jahre ein Grundstück in Venice Beach. „Ich hatte damals die Idee von einer Art Kunstscheune“, erinnert er sich. Dass Venice damals ein von Banden zersiedelter, halbtoter Stadtteil von L.A. war, störte nicht, Dennis ließ bauen. Der Architekt setzte ihm ein zweistöckiges Haus mitten ins Armenviertel, Ähnlichkeiten mit einem futuristischen Hochsicherheitstrakt sind sicherlich nicht zufällig. Während zur Außenwelt alles hermetisch abgeriegelt scheint, fehlt es innen vor allem an einem: Türen. Die mag er nicht. So steht auch der eigene Fuhrpark quasi im Wohnzimmer - getrennt nur durch ein Metallrollo.

27 „Guggen
heim Motorcycle
Club“
Laurence Fishburne und Jeremy Irons gehören dazu und sogar Keanu Reeves. Bei der Verschmelzung von Kunst und Kraftrad darf auch der wahre Dennis “Easy Rider” Hopper nicht fehlen. Die Idee zu diesem exklusiven Club entstand vor einigen Jahren im Guggenheim Museum zu Bilbao, als dort eine Ausstellung unter dem Namen „The Art of Motorcycle“ firmierte. Seitdem treffen sich prominente Hollywood Stars auf ihrer Mission mit dicken Maschinen gemütlich durch die Welt zu cruisen und an einschlägigen Kunststätten Station zu machen.

28 Zitat:
» Du musst mich Frank Booth spielen lassen, denn ich bin Frank Booth!«
So stellte sich Dennis Hopper dem Blue Velvet Regisseur David Lynch vor. Der erinnert sich: „Ich saß in der Klemme, denn ich hatte nicht die geringste Lust mit jemandem wie Frank Bekanntschaft zu machen.”

29 Seine fünf
schlechtesten
filme
1 The Blackout
Independent-Trash: Hopper gestikuliert als geifernder Strip-Club Besitzer durch Abel Ferraras wüstes Drogendrama
2 Texas Chainsaw Massacre 2
Billig-Horror: Hopper a.k.a. Lieutenant “Lefty” Enright auf der Flucht vor den Kettensägen. Und der Kritik.
3 Super Mario Bros.
Nintendo-Spielkram: Hopper alias King Koopa gegen ein animiertes Klempner Duo.
4 Waterworld
Wasserstands-Epos: Hopper als Hells Angel auf Wasserskier gegen Mad Max im Meer. Da kann kein Auge trocken bleiben
5 Space Truckers
Sci-Fi Müll: Hopper als Galaxy Cowboy mit einer Ladung quadratischer Schweine im Gepäck

30 Hoppers
Auszeichnungen
und
Nominierungen
2 Oscar Nominierungen:
69 “Easy Rider”, 86 “Hoosier”
2 Golden Globe Nominierungen: 86 “Hoosier “ & “Blue Velvet”
Cannes Film Festival 69:
“ Easy Rider”
Kritikerpreis in Venedig 71:
“ The last movie”
MTV Movie Awards: “Speed” 95
Razzie Award:”Waterworld” 96

32 Freunde
seit Easy Rider
Mit Jack Nicholson verbindet ihn auch 35 Jahre danach eine innige Freundschaft, heute findet man beide statt auf dem Chopper auf dem Golfplatz. Auch aus dieser Zeit: Die Bande mit Bert Schneider. Dem damaligen Produzent gelang es, Hopper Anfang der 80er Jahre endgültig trocken zu legen. Zwiespältig ist das Verhältnis zu Peter Fonda. Beide beteuern ihre Freundschaft. Und ziehen gegeneinander vor Gericht.

33 Feinde
seit Easy Rider
Terry Southern, der in Wahrheit das Skript schrieb hat, passte am Ende des Tages nicht auf. So blieben ihm nur 5000 Dollar und eine Oscar-Nominierung, während das Duo Fonda/Hopper Millionen verdiente. Rip Torn ging angeblich mit dem Messer auf Hopper los, daraufhin bekam Jack Nicholson dessen Rolle. 30 Jahre später ging Torn vor Gericht. Und bekam Recht - es war Hopper der damals das Messer zog.